Ernährung

Gesunde Ernährung für Ihre Katze

Eine Katze muss am Tag 10-12 Mäuse verspeisen, um ihren Energiebedarf und Nährstoffe zu decken.

Eine Maus besteht bis zu etwa 75% aus Flüssigkeit und zu 25% aus Trockensubstanz. Davon sind 60% hochwertige Proteine, 23% Prozent sind tierische Fette und lediglich um die 7% sind Kohlenhydrate und pflanzliche Rohfasern, die im Mageninhalt der kleinen Nager zu finden sind.

Wenn wir mal von der idealen Nahrung für Katzen ausgehen – der Maus – dann sollte im Katzenfutter ein Fleischanteil von mindestens 70% sein.

Die meisten Industrie-Futtermittel sind ein wahrer Chemiecocktail. Voll mit synthetischen Zusätzen (Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärker, Farbstoffen usw), sowie Schlachtabfällen, Produktionsabfällen der Lebensmittelindustrie, Federn, Knochen, Horn, Bindegewebe, altem Industrie- oder Gastronomiefett.

Woran erkennt man ein gutes Katzenfutter – Nassfutter

Katzen sind reine Fleischfresser, daher sollte gutes Futter aus mindestens 70% (je mehr, desto besser) gutem Fleisch in Lebensmittelqualität bestehen. Dieses Fleisch sollte zudem genau deklariert sein, z. B. Muskelfleisch, Herz, Leber, Magen etc. das nennt man eine offene Deklaration.

Wenn keine genauen Angaben zum enthaltenen Fleisch aufgedruckt oder der Prozentsatz nur zusammen in „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ angegeben ist, ohne weitere Aufschlüsselung, ist das ein Hinweis auf minderwertiges Futter.

Die Analytischen Bestandteile sollten wie folgt sein:
  • Feuchtigkeitsgehalt mind. 65 %
  • Anteil Kohlenhydrate (NFE-Wert) unter 10 %
  • Rohprotein ca. 10-20 %
  • Rohfett zwischen 2 und 7 %
  • Rohasche zwischen 1.5 und 2.0 %
  • Rohfaser 1 % nicht übersteigen
  • Calcium-Phosphor Verhältnis zwischen 1.1 und 1.8 : 1
  • Taurin 1500 mg

Zudem enthält gutes Nassfutter keine pflanzlichen Zusatzstoffe wie Soja, Mais und Getreide. Kein Zucker. Kein Tiermehl. Keine künstlichen Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Aromen, Konservierungsmittel, Farbstoffe und Bindemittel.

Hier finde ich qualitativ gutes Futter

Immer darauf achten, dass es sich beim Nassfutter um ein Alleinfuttermittel und kein Ergänzungsfuttermittel handelt! Zudem ist ein Mono Proteinfutter (wo nur eine Fleischsorte, sprich Eiweissquelle enthält) besser verdaulich für die Katze.

Damit die Katze ihre Kaumuskeln braucht, kann man ihr hin- und wieder gefriergetrocknete Enten-bruststreifen anbieten, die sie genüsslich zerlegen und zerteilen kann und ihre Zähne dabei noch optimal pflegt.

Trockenfutter

Zahlreiche Tierhalter verlassen sich bei der Ernährung ihrer Katze auf Trockenfutter. Schliesslich überzeugt das industriell hergestellte Futter auf den ersten Blick durch seine vielen Vorteile. Es ist lange haltbar und einfach in der Handhabung. Noch dazu entstehen keine starken Gerüche und auch Verschmutzungen sind kein Problem. Trockenfutter sollte jedoch NIE als Alleinfuttermittel für die Katze eingesetzt werden, sondern als kleiner zusätzlicher Snack. Eine überwiegende oder schlimmstenfalls ausschliessliche Verfütterung von Trockenfutter schädigt langfristig den Verdauungstrakt und die Stoffwechselorgane.

Gesundheitsschädigende Zusammensetzung vom Trockenfutter

Kohlenhydrate

Katzen ernähren sich ausschliesslich von Fleisch. Jenes enthält in der Regel sehr viele Proteine und reichlich Fett. Was darin kaum enthalten ist, sind Kohlenhydrate. Aber genau jene bilden die Basis eines jeden Trockenfutters. Katzen können das Futter zum grössten Teil nicht verarbeiten und scheiden Nährstoffe ungenutzt wieder aus.

Wasser

Normalerweise trinken Katzen nur sehr wenig bis gar kein Wasser, sie nehmen die Flüssigkeit durch ihre Nahrung auf. Der Feuchtigkeitsanteil im Trockenfutter ist bei max. 10% (im Nassfutter 70%-80%)

Um gegen den Wassermangel anzukämpfen, müsste eine Katze etwa die fünffache Menge des Trockenfutters trinken, was sie nicht machen wird. Auf langer Sicht überlastet die Katze damit ihre Nieren, was zu Nierenschäden führt.

Getreide / Stärke

Den Katzen fehlt es an den notwendigen Enzymen, um Getreide auf die gleiche Weise wie Hunde oder Menschen zu verarbeiten.

Für die Herstellung von Trockenfutter braucht es ein erheblicher Stärkeanteil, dieser legt ein schmieriger Belag auf die Zähne und ist somit idealer Nährboden für Bakterien und Keime. In Kontakt mit dem Speichel härtet er aus und führt zu übermässigem Zahnsteinbefall.

Darüber hinaus wird dem Trockenfutter ein Potpourri an Geschmacks-, Lock,- und Aromastoffen zugefügt, um der Katze das denaturierte und weitgehend artwidrige Futter überhaupt schmackhaft zu machen.

Nierenschäden oder andere organbedingte Krankheiten werden häufig durch unausgewogene Ernährung ausgelöst.

Katzen barfen

Der Begriff „BARF“ bezeichnet die sogenannte Biologisch artgerechte Roh-Fütterung. Artgerecht ist diese Fütterungsmethode vor allem aus einem Grund: Katzen sind von Natur aus Fleischfresser. Bei der Rohfütterung erhalten sie genau das: rohes Fleisch. Somit ist das barfen die einzige artgerechte Fütterung für die Katze!

Bei einer solchen Ernährung braucht sie auch ihre Kaumuskeln, welche sie bei Dosenfutter oder kleinen Trockenfutterstückchen nie einsetzen muss. Kauen gehört bei einer Katze genauso zum Fitnessprogramm wie bei uns oder möchten Sie sich ihr Leben lang nur von Pürée oder weichen Häppchen ernähren?

Katzenhalter, die ihre Katzen barfen möchten, müssen sich vorher gut einlesen, den Bedarf ihrer Katze an Nährstoffen, Vitaminen, Protein und Kohlenhydraten genau berechnen und ihre Rezepte dem jeweiligen Bedarf anpassen.

Da barfen für viele Katzenhalter zu aufwendig und komplex erscheint, wird es von den meisten Besitzern abgelehnt. Es gibt jedoch diverse Kleinunternehmen, die sich aufs barfen spezialisiert haben und bieten fertige Futterrationen an, denen man je nach dem nur noch etwas beimischen muss.

Warum Futter und Wasser bei Katzen trennen

In freier Wildbahn steht kein prall gefüllter Fressnapf bereit, aus dem sich eine Katze bedienen kann. Sie zählt zu den Jägern, die sich ihre Beute erlegen. In der freien Natur trinken viele Katzen instinktiv nicht da, wo sie fressen. Denn das Wasser könnte durch Beuteteile oder Blut verunreinigt sein.

Dazu kommt, dass Katzen gerne im Vorbeigehen etwas Wasser schlürfen. Je mehr Gelegenheiten sie dazu haben, umso besser. Anstatt der Katze also nur eine Trinkstelle anzubieten, sollte man möglichst viele Näpfe oder Trinkbrunnen an unterschiedlichen Orten aufstellen. Das bedeutet womöglich mehr Arbeit, für die Samtpfoten jedoch einen höheren Trinkgenuss.

Es mag praktisch klingen, Futter- und Wassernapf direkt beieinander stehen zu haben. Aus der Perspektive der Katze ist das eher ein Unding. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich auch hier die Regel.

Fütterungsmanagement

Ausgewachsene Katzen sollten mehrmals kleine Mahlzeiten pro Tag angeboten bekommen. Wenn man arbeitstätig ist reichen auch 2-3 Mahlzeiten pro Tag. Katzen überstehen ohne Probleme längere Zeit ohne Futter, schliesslich finden sie in der freien Natur auch nicht ständig etwas. Bis zu 10 Stunden ohne Futterversorgung sind kein Problem, für einen normalen Arbeitstag reicht das problemlos aus.

Ausgewachsene Katzen mit ca. 3-5 kg wird täglich 200-400gr Futter empfohlen, am besten verschiedene Sorten und von verschiedenen Herstellern, damit alle Nährstoffe abgedeckt werden.

Jungkatzen bis zum 12. Lebensmonat müssen IMMER Zugang zu Futter haben, da sie noch im Wachstum sind.

Gutes Futter hält ihre Katze gesund und stellt sicher, dass sie optimal versorgt ist; ein guter Grundstein für ein langes Leben – und in meinen Augen die Aufgabe jedes Katzenhalters.